Küss mich, ich bin ein Frosch!

2009-03-18 11:25:27 - Freizeit-Reporter.Net

Frösche und Kröten sind faszinierende Tiere und gelten ganz zu unrecht als klitschig und eklig. Foto: Fressnapf/Ulrike Schanz/News-Reporter.NET
 

Frostfreie Nächte, milde Temperaturen und Regenwetter locken im Frühjahr selbst die dickste Kröte hervor: Spät abends wandern heimische Amphibien von ihrem Winterquartier zu ihren Laichgewässern. Doch Frösche und Kröten tummeln sich nicht nur auf Waldwegen oder gar Straßen, sondern immer häufiger auch in Zimmerterrarien. Die Tierexperten der Fachmarktkette Fressnapf porträtieren die urtümlichen Mitbewohner.

Was ist überhaupt der Unterschied zwischen Fröschen und Kröten? Beide gehören zur Ordnung der Froschlurche und zur Klasse der Amphibien, die ihre Eier im Wasser ablegen. Frösche haben im Gegensatz zu Kröten lange Hinterbeine, was sie zu guten Weitspringern macht. Ihre Schnauze läuft vorne spitzer zu als bei Kröten, die insgesamt gedrungener wirken. Während Frösche eine relativ glatte, feuchte Haut haben, ist der Krötenkörper von Warzen übersät.

Frösche und Kröten kommen fast weltweit vor, sie sind wahre Überlebenskünstler und als solche mit allerlei „Extras“ ausgestattet: von exzellenten Tarnfarben über grelle Farbmarkierungen bis hin zu Gift absondernden Drüsen. Diese Vielfalt macht sie nicht zuletzt für Terrarien-Besitzer interessant. Besonders beliebte Frösche sind der Goldbaumsteiger, das Erdbeerfröschchen oder der Färberfrosch. Anfänger sind mit den pflegeleichten Laub- oder Krallenfröschen gut beraten. Geeignete Kröten für das Zimmerterrarium sind etwa die Berber-, Karolina-, Panther- oder Texas-Kröte.

Wer Amphibien halten möchte, benötigt ein ausreichend großes Terrarium (z.B. 50 x 50 x 50 cm für ein kleines Froschpärchen) und eine Einrichtung, die sich an den Bedürfnissen seiner Bewohner orientiert. Manche Tiere leben auf Bäumen, andere am Boden. Es gibt auch reine Wasserbewohner, für die ein Aquarium die richtige Wahl ist. Viele Arten kommen ursprünglich aus den Tropen und mögen es entsprechend warm und feucht. Kröten, die im Terrarium leben, können ein hohes Alter von über 20 Jahren erreichen! Frösche leben in der Regel nicht so lange, ihre Lebenserwartung liegt bei etwa zehn Jahren.

Übrigens: Was Übereifrige unterlassen sollten, ist Kaulquappen aus dem nächsten Waldtümpel einzusammeln, um sie später im Terrarium zu halten. Denn bestimmte Arten, wie der Laub- oder Grasfrosch oder die Erdkröte stehen unter besonderem Schutz. (News-Reporter.NET/JM)

 
 
 

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