Schont Umwelt und Gesundheit: Ökotinte für die Industrie

2009-01-14 15:00:43 - Umwelt-Reporter.Net

Natürlich und gesundheitsschonend: Industrietinte aus nachwachsenden Rohstoffen. Die DBU fördert die Entwicklung natürlicher Lösungsmittel für Verpackungsaufdrucke. Foto: prometho GmbH/DBU/News-Reporter.NET
 

Das Kleingedruckte hat es oft in sich. Die Haltbarkeitsdaten und Chargennummern auf Lebensmittelverpackungen werden mit Industrietinte gedruckt. Diese chemischen Mixturen können giftige und reizende Stoffe enthalten, die bei der Produktion Umwelt und Gesundheit belasten. Das Druckfarben-Unternehmen prometho aus Bonefeld zeigt jetzt, dass industrielle Tinte in keinem Fall ökologisch und gesundheitlich bedenklich sein muss. Seine neu entwickelte Industrietinte soll nahezu vollständig aus nachwachsenden Rohstoffen bestehen. Ein deutschlandweit einmaliges Projekt. „Für die Lebensmittelbranche könnte hier eine Lücke geschlossen werden“, stellt der Pressesprecher der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU), Franz-Georg Elpers, fest. Die DBU fördert die Entwicklung mit rund 78.000 Euro.

„Lösemitteldämpfe steigen durch Wärme und Luftzirkulation in den Produktionsstätten auf. Die Gesundheit der Arbeiter, die diese Dämpfe einatmen, kann dabei gefährdet sein“, so Elpers. Statt problembelasteter Chemikalien sind nun natürliche Harze, Zellulose oder Zitronensäure die Zutaten der neuen Ökotinte. „Bedenkliche synthetische Bestandteile kommen uns nicht in die Tüte, beziehungsweise in den Drucker“, bekräftigt prometho-Geschäftsführer Jens-Christoph Hoffmann. Überall dort, wo Chargennummern gedruckt werden, kann sie künftig zum Einsatz kommen. Und das nicht nur beim Bedrucken von Lebensmittelverpackungen, sondern auch auf Glas, Kunststoff, Kabel, elektrischen Bauteilen oder Autoteilen. (News-Reporter.NET/JM)

 
 
 

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