Zulieferer ZF macht kräftig Wind
17. Jun 2010 - Umwelt-Reporter.NET
Der Friedrichshafener Zulieferer ZF erweitert sein Produktportfolio um den Bereich Windkraftgetriebe. Mit Vestas, einem seit 1979 im Markt für Windenergieanlagen aktiven Unternehmen und mit mehr als 40.000 installierten Windenergieanlagen in 63 Ländern Weltmarktführer, wurde jetzt ein Liefervertrag unterzeichnet.
„Schon seit vielen Jahren ist unsere Antriebstechnik außer im Pkw- und Nutzfahrzeugsegment auch beispielsweise in der Marine, in der Bahn sowie in der Luftfahrt im Einsatz – und nun auch in Windkraftanlagen. Das erschließt uns neue Märkte“, kommentiert ZF-Chef Hans-Georg Härter die Entscheidung.
Die Produktion wird in einem sich momentan im Aufbau befindlichen Werk in den USA in Gainesville/Georgia ganz in der Nähe eines bestehenden ZF-Werkes aufgenommen. Dazu investiert ZF rund 90 Millionen US-Dollar. Der Produktionsstart mit rund 200 Beschäftigten ist für Anfang 2012 geplant. Langfristig sollen jährlich mehr als 2.000 Getriebe für die wachsende Windenergiebranche produziert werden. Nach hochgelaufener Produktion für Windkraftgetriebe will ZF jährlich einen Umsatz von mehr als 200 Millionen US-Dollar erzielen.
Am Standort Dortmund/Holzwickede investierte ZF im vergangenen Jahr neun Millionen Euro in die Errichtung eines Service-Kompetenzcenters für Windkraft. Ab 2012 sollen dort jährlich Windkraftgetriebe diverser Marken und Typen gewartet und instandgesetzt werden. Derzeit wird ein Lastprüfstand mit vier Megawatt Leistung eingerichtet. Darauf werden die gewarteten Getriebe unter simulierter Last gefahren, um den Körper- und Luftschall zu messen. ZF Services ist der einzige freie Multi-Marken-Serviceanbieter mit einem solchen Prüfstand. Bis 2014 beabsichtigt ZF Services einen Umsatzanstieg im Bereich Windkraft auf weltweit 50 Millionen Euro.
Weitere Windkraft-Servicecenter von ZF entstehen momentan auch in Großbritannien, Spanien, Italien und Nordamerika. Im nächsten Schritt will ZF auch als Dienstleister in die wachsenden Windkraftmärkte China und Indien einsteigen. (News-Reporter.Net/br)
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