„Gold“ für „Grün“: erster „Green Building“- Supermarkt eröffnet
16. Nov 2009 - Umwelt-Reporter.NET
Die REWE Group hat in Berlin-Rudow ihr erstes „Green Building“ eröffnet. Was macht das Gebäude so „grün“, dass die Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) dem REWE-Markt als weltweit erstem Supermarkt das Prädikat in Gold verliehen hat?
Der Markt mit einer Verkaufsfläche von 1.830 Quadratmetern wird völlig CO2-neutral betrieben. Modernste Heizungs-, Lüftungs-, Beleuchtungs-, Klima- und Kälteanlagen sowie eine optimale Dämmung verringern den Energieverbrauch im Vergleich zu einem Standardbau um beinahe 50 Prozent. Für die Normal- und Tiefkühlverbundanlagen zur Kühlung der Frische- und Tiefkühlprodukte wird ausschließlich natürliches Kältemittel eingesetzt (zum Beispiel CO2!). Mit Photovoltaik-Modulen auf dem Dach und durch die Nutzung von Erdwärme über zwölf fast hundert Meter tiefe Erdsonden produziert der Markt rund 40 Prozent seines Energiebedarfs selbst. So kann auf den Einsatz fossiler Brennstoffe fast ganzjährig verzichtet werden. Für angenehmes Tageslicht sorgen ein 280 Meter langes, umlaufendes Fassaden-Fensterband und 18 Dach-Lichtkuppeln. Über Helligkeitssensoren wird automatisch nur so viel künstliches Licht wie nötig zugeschaltet. Fußbodenreinigung, Toilettenspülung und Gartenbewässerung erfolgen ausschließlich mit Regenwasser. Außerdem verfügt der REWE Markt an der Groß-Ziethener Chaussee 37 über zwei Tankstellen für Elektroautos, an denen man zertifizierten „Grünstrom“ aus Erneuerbaren Energien „zapfen“ kann.
„Die ist die Geburt einer neuen Supermarkt-Generation“, so Alain Caparros, Vorstandsvorsitzender der REWE Group. „Wir wollen mit dem Green Building möglichst viel über die Praxis nachhaltigen Bauens lernen und in einem zweiten Schritt, wo immer möglich und sinnvoll, entsprechende Elemente in unseren Märkten umsetzen.“ (News-Reporter.NET/as)
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