Mit Holzfasern klimaschonend dämmen

7. Aug 2009 - Umwelt-Reporter.Net

Durch Umwandlung von Tageslicht in Energie nehmen Bäume für die Bildung einer Tonne Holz rund 1,9 Tonnen Kohlendioxid auf, binden 500 kg Kohlenstoff und geben Sauerstoff in die Atmosphäre ab. Grafik: HAF-Archiv/VHD e.V./News-Reporter.NET
 

Auch wenn noch alles grünt und der blaue Himmel uns nicht daran denken lässt – der nächste Winter kommt bestimmt! Die Zeit bis dahin lässt sich nutzen, um das Eigenheim energetisch auf den neusten Stand zu bringen. Wer dafür Dämmstoffe aus natürlichen Holzfasern wählt, minimiert den Energiebedarf des Hauses und reduziert zugleich den Kohlendioxid-Gehalt der Atmosphäre.

„In welcher Größenordnung das Bauen mit Holz unser Klima insgesamt verbessert, lässt sich nur erahnen: Ein einzelner Holzbalken entzieht der Atmosphäre nahezu das Doppelte seines eigenen Gewichts an Kohlendioxid. Der Holzrahmen eines durchschnittlichen Einfamilienhauses bringt es somit auf Dutzende von Tonnen Treibhausgas. Dämmstoffe aus natürlichen Holzfasern tragen logischerweise ebenfalls erheblich zur Reduktion des CO2 bei“, erklärt Dr.-Ing. Tobias Wiegand, Geschäftsführer des Verbandes Holzfaser Dämmstoffe (VHD).

An Nachschub mangelt es nicht. Denn in deutschen Forsten darf nur so viel Holz geschlagen werden, wie durch Neuanpflanzungen nachwachsen kann. Bauherren und Modernisierer brauchen also keinerlei Bedenken zu haben, Dämmstoffe aus Holzfasern im und am Haus zu verwenden. Zudem profitieren Mensch und Umwelt davon, wenn Waldholz nicht ungenutzt verrottet, sondern daraus gefragte Baumaterialien werden. Die Dämmstoffe werden aus unbehandelten Sägewerksresten von Nadelbäumen hergestellt. Altholz hingegen – zum Beispiel von ausgedienten Zimmertüren, Fensterrahmen oder Möbeln – kann zur Produktion nicht eingesetzt werden.

Die Mitgliedsunternehmen im Verband Holzfaser Dämmstoffe verwenden frisches Nadelholz aus kontrollierten Forsten. Hackschnitzel, Spreißeln und Holzschwarten werden maschinell zerfasert und dann ohne Zusatz von Klebstoffen zu robusten Dämmplatten verpresst. Erdölhaltige Zusatzstoffe werden nur in kleinstmöglichen Mengen als Bindemittel eingesetzt. Verschnitt und Holzstaub werden dem geschlossenen Produktionskreislauf direkt wieder zugeführt.

Die Lebensdauer von Holzfaserplatten in Wärmedämmverbundsystemen beträgt mindestens 50 Jahre. Danach können sie durch Verbrennen CO2-neutral entsorgt werden. Das freigesetzte Kohlendioxid entspricht dabei exakt der Menge CO2, die der Baum während seiner gesamten Wachstumszeit gebunden hat. Aufnehmen und Abgeben halten sich somit die Waage. (News-Reporter.NET/as)

 
 
 

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