Autogas kann Kraftstoffkosten halbieren
22. Oct 2011 - Auto-Reporter.NET
Eine Pkw-Umrüstung auf Autogas kann durchaus lukrativ sein. Allerdings ist nicht jedes Fahrzeugmodell gleichermaßen vorteilhaft. Für 50 gängige Modelle mit Benzinmotor hat der ADAC jetzt berechnet, ab wann sich die Umrüstung lohnt. Durchschnittlich amortisiere sich die Investition nach rund 50.000 Kilometern. Naturgemäß rechnet sich der Umstieg aufgrund des höheren Kraftstoffverbrauchs bei größeren Fahrzeugen schneller, aber auch bei kleineren Fahrzeugen kann er sich durchaus lohnen. Langfristig lassen sich die Spritkosten oft um mehr als 50 Euro pro 1.000 Kilometer senken, da Autogas im Vergleich zu Benzin meist nur die Hälfte kostet.
Vergleichsweise schnell lohne sich die Umrüstung auf Autogas unter anderem beim Ford Galaxy, Audi A8, Chrysler Voyager, Renault Espace, BMW 740i und VW Sharan. Bei diesen Fahrzeugen waren die Umrüstungsausgaben nach 35.000 bis 38.000 Kilometern wieder eingefahren. Beim Ford können Autofahrer dann rund 80 Euro pro 1.000 Kilometer sparen, beim VW rund 60 Euro.
Mit einem smart fortwo müssen rund 72.000 Kilometer gefahren werden, bis sich der Umstieg auf Autogas rentiert. Auch beim Fiat Punto, Renault Twingo, Opel Corsa und Mitsubishi Colt amortisieren sich die Investitionen erst nach über 60.000 gefahrenen Kilometern. Trotzdem kann sich der Umstieg lohnen, wenn das Fahrzeug mehrere Jahre gefahren wird.
Eine Umrüstung auf Autogas koste in der Regel zwischen 2.000 und 3.000 Euro. Wichtig ist, dass eine Herstellerfreigabe für die Umrüstung vorliegt. Entsprechend einer ADAC-Umfrage unter Autogasnutzern liegt der Mehrverbrauch allerdings bei zehn bis 20 Prozent. In die Berechnung des Klubs ist ein um 15 Prozent erhöhter Verbrauch eingeflossen. Für den Einbau sollten nur qualifizierte Fachbetriebe beauftragt werden, die die seit 1. April 2006 vorgeschriebenen Prüfungen der Gasanlagen GAP bzw. GSP durchführen dürfen. (Auto-Reporter.NET/sr)
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