Regenwasser marsch!
20. Aug 2009 - Umwelt-Reporter.Net
Das im wahrsten Sinne des Wortes teure Trinkwasser muss nicht länger in Garten und Haushalt verplempert werden. Darauf weist jetzt nochmals die Fachvereinigung Betriebs- und Regenwassernutzung e.V.(fbr) hin. Der mündige Wasserverbraucher hat schon immer mit der guten alten Regentonne versucht, der hohen Trinkwasserrechnung Paroli zu bieten.
Heute wird die Regenwassernutzung durch immer bessere technische Lösungen gemanagt. Die Industrie bietet dazu Geräte auf hohem technischen Qualitätsstandard wie auch intelligente Hilfen bei der Beratung und Planung von Regenwassernutzungsanlagen an. Beispielsweise hat sich der durchschnittliche Wasserverbrauch von Waschmaschinen von 140 Litern pro Waschgang im Jahr 1970 auf 60 Liter im Jahr 1992 und bei den neuesten Wasser sparenden Geräten sogar auf unter 50 Liter reduziert. Auf die stetige Nachfrage von Bauherren an der Technik zur Regenwassernutzung und Versickerung hat die Industrie reagiert. Es gibt zahlreiche Produkte für Haus und Garten, die speziell zur Nutzung und Versickerung von Regenwasser entwickelt wurden. In der Marktübersicht 2009/2010 der fbr werden Filter, Speicher aus Beton und Kunststoff, Pumpen und Regenwasserzentralen für die Regenwassernutzung übersichtlich dargestellt.
Die fbr betont ausdrücklich: Eine Substitution des Trinkwassers mit Regenwasser im Haus ist immer dort möglich, wo für das verwendete Wasser keine Trinkwasserqualität erforderlich ist. So lässt sich Regenwasser bei der Gartenbewässerung sinnvoll einsetzen und auch hervorragend für die Toilettenspülung verwenden, wo das Wasser ausschließlich der Spülung der Toilette und dem Abtransport der Fäkalien dient. Eine weitere gute Einsatzmöglichkeit besteht zum Wäschewaschen: Regenwasser ist sehr weiches Wasser, das heißt, die Waschmaschine wird durch deutlich geringere Kalkablagerungen geschont und der Verbrauch von Waschmittel fällt niedriger aus.
Mit Unverständnis reagiert man in der Öffentlichkeit auf den Druck von interessierter Seite auf die Politik, das Rad wieder zurückzudrehen und beispielsweise das Waschen mit Regenwasser in den Waschmaschinen zu unterbinden. Weltklima hin, schwindende Trinkwasser-Ressourcen her, mit fadenscheinigen Argumenten soll der Verbrauch von Regenwasser per Verordnungen wieder verwässert werden. Der kluge Hausmodernisierer lässt sich laut fbr jedoch nicht davon beeindrucken und der Blick in seinen Geldbeutel gibt seiner Forderung recht: Keine Einschränkungen für die Nutzung von Regenwasser zum Wäsche waschen! Seinen Garten hat er sowieso schon mit einem Regenwasserspeicher bestückt! Ausführliche Infos gibt es unter www.platzregen.info im Internet. (News-Reporter.NET/hs)
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